Wenn dein Hund dich anguckt, weißt du eigentlich schon was er will, doch kannst du auch jede Mimik deines Hundes richtig deuten? Um die vielfältige Hundesprache deines Hundes oder anderer Hunde zu verstehen, benötigst Du viel Bezug zu deinem Tier. Außerdem viel Fingerspitzengefühl und eine Menge an Wissen. Die Hundesprache zu erlernen erfordert deinen Ehrgeiz und auch deinen Willen. Hier erfährst Du alles Wichtige zum Thema Hundesprache.
Du kannst ziemlich genau an den Ohren, Schwanz oder der Augen deines Hundes Ablesen, was dein Hund gerade Denkt. Ob er traurig ist, ihn etwas betrügt, er Hunger hat oder er auf eine komische Weise seine Zuneigung zu Dir zeigt. Die Signale Deines Hundes sind nicht immer offensichtlich oder eindeutig. Du solltest also nicht immer nur auf ein Signal achten. Diese Signale sind bei fast allen Hunden identisch, dass hilft dir auch im Umgang mit fremden Hunden, die dir nicht sehr vertraut sind.

 

Was bedeutet überhaupt Hundesprache?

Unter Hundesprache versteht man die Mimik und Körpersprachen eines Hundes. Das bedeutet zum Beispiel Bellen, mit dem Schwanz wedeln oder seine Ohren spitzen.

 

Wie Kommuniziere ich am besten mit meinem Hund?

Am besten um mit Deinem Hund zu kommunizieren, ist eine ruhige leise und freundliche Stimme. Eine ruhige und freundliche Stimme gibt dem Hund viel Sicherheit. Es reicht meistens schon ein leichtes grummeln oder ein leises „Pfui“ damit Dein Hund aufhört eine Sache zutun die du nicht willst. Wenn er auf Dich hört und damit aufhört, solltest Du ihm sofort ein Lob aussprechen. Schreie Deinen Hund nicht an, denn das setzt ihn auf eine größere Distanz zu Dir.

 

Was viele Leute falsch machen

Was am Anfang als sehr süß empfunden wird, kann schnell zu einem großen Problem werden- das anspringen von Hunden an Menschen. Hierbei wollen die Hunde die Rolle mit dem Herrchen oder Frauchen tauschen. Sie wollen der „Chef“ sein. Wenn Du dies Deinem Hund im Welpen alter nicht abgewöhnst, kann es zu gefährlichen Situationen kommen in denen Dein Hund nicht auf dich hört.

 

Die 6 häufigsten Verhaltensweisen von Hunden und wie du sie deuten kannst

 

1.Ablecken

 

Hundesprache

Vor allem Hundewelpen zeigen ihre Unterwürfigkeit ihren Eltern mit abschlecken. Dein Hund will dich von oben bis unten ablecken? – Gut, er zeigt dir seine Zuneigung und Unterwürfigkeit. Leckt Dein Hund zum Beispiel dein kleines Kind ständig ab, möchte er damit zeigen, dass er sich genauso um das Kind sorgt wie du oder ihr als Eltern. Das Ablecken kann außerdem auch auf einen Urinstinkt zurückführen, indem alle Hunde im Rudel gleich riechen sollten. So tarnt er dich als sein Herrchen oder Frauchen als Herdenführer.
Oft finden es Leute unhygienisch, wenn ein Hund sie ableckt. Es heißt aber, dass eine Hunde nasse Nase oder Zunge hygienischer ist als mancher Gegenstand den man in den Händen hält. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

 

2.Von Hinten Beschnüffeln

Für uns ist es eine Komische Art „Hallo. Schön, dass wir uns kennen lernen“ zu sagen. Für unsere Hunde jedoch völlig normal. Sie bekommen viele Informationen von ihrem gegenüber, durch das Beschnüffeln seines Hinterteils. Denn am After befinden sich viele Duftarmomen, die diese Informationen enthalten.

 

3.Herumkauen und -schleudern von Spielzeugen

Obwohl das Herumschleuder von Spielzeugen sehr witzig für uns aussieht, ist es nicht so wie es scheint. Dein Hund will das Spielzeug töten. Es ist ein ganz Normaler Instinkt deines Hundes, den er von seinen Vorfahren erlernt hat. Diese haben ihre Beute mit einem Genickbruch -Herumschleudern- erlegt.

 

4.Anknurren

Wenn dein Hund anfängt dich anzuknurren, solltest du schleunigst mit dem was du gerade tust aufhören. Dein Hund will Dir damit sagen „Stopp, es reicht mir“. Du solltest einen weiteren Annäherungsversuch unterlassen und den Hund in Ruhe lassen. Dein Hund fühlt sich zu Bedrängt.

 

5.Aufgespitzte Ohren

 

Hundesprache

Du hast wohl gerade eine Chipstüte aufgemacht oder den Kühlschrank geöffnet. Dein Hund will dir sagen „Ich höre alles“. Vielleicht hat er auch ein fremdes Tier oder ein fremdes Geräusch gehört.

 

6.Heftige Sprünge, aufgeregtes Bellen und Schwanz wedel

 

Hundesprache

Du bist mit deinem Hund draußen spazieren, ihr trefft einen anderen Hund und Dein Vierbeiner fängt an heftig zu springen, mit seinem Schwanz zu wedeln und aufgeregt zu Bellen? Damit will er seine Freude zeigen und dass er den anderen Hund sehr mag. Er möchte gerne mit ihm spielen.

 

Augen sagen viel über die Emotionen Deines Hundes

 

Hundesprache

 

Du sitzt neben deinem Hund auf dem Sofa und du guckst ihm tief in die Augen, siehst du all seine Liebe zu dir und sein Vertrauen gegenüber dir. Er sagt dir aber auch damit „Kraul mich, schön dass es dich gibt oder bring mir ein Leckerli“
Wenn dein Hund Angst hat, sind seine Augen eher klein und wandern aufgeregt umher. Hat er jedoch Augen die immer größer werden, entwickelt er Aggressionen oder ist gestresst. Genau diese immer größer werdenden Augen hat dein Vierbeiner aber auch, wenn er etwas von deinem Essen abhaben möchte oder er gerade ein Leckerli oder Essen isst, welches ihm sehr gut schmeckt.
Du solltest deinen Hund unbedingt in Ruhe lassen, wenn er so große Augen hat, dass man den weißen Anteil im Auge sieht. Man nennt dies auch „Wal Auge“. Dein Hund hat diesen Blick, wenn er seine Umgebung Bedenkt und sich sehr gestresst oder bedroht fühlt. Du solltest ihm jetzt einen Rückzugsort zum Relaxen geben, wo er Ruhe und Stille hat.

 

Schwanzbewegungen

Im Gegensatz zum Schwanzwedeln, womit dein Hund Freude und Spaß ausstrahlt, zeigt er mit dem eingezogenen Schwanz große Angst. Vor allem Misshandelte Hunde aus schlechter Haltung haben ihren Schwanz dauerhaft eingezogen. Dieses Verhalten kann man nur durch ganz viel Liebe und Zuneigung dem Hund abgewöhnen. Man sollte ihm mit einem Training immer wieder Beweisen, dass man dem Hund nichts Böses antun will, sondern nur Gutes.
Wenn dein Hund mit Hochgestelltem Schwanz an anderen Hunden vorbeispaziert, ist dies lustig zu beobachten. Er möchte damit seine Eitelkeit und seinen Stolz den anderen Hunden zeigen und sich präsentieren.

 

Gähnen hat viele Bedeutungen

 

Hundesprache

Auch wie bei uns Menschen kann das Gähnen ein Zeichen für Sauerstoffmangel oder Müdigkeit sein. Es könnte also bedeuten, dass Du mal ein Fenster auf machen solltest oder mit Deinem Hund Gassi gehen solltest.
Das Gähnen deines Hundes bedeutet aber nicht nur Müdigkeit oder Sauerstoffmangel. Viele Hunde gähnen, wenn sie überlegen was sie als nächstes tun sollen. Oder auch in Momenten in denen sie in Verlegenheit kommen und nicht wissen, ob die Situation ihnen zusagt oder eher nicht.
Auch überspielt Dein Hund seine Scham mit Gähnen. Wenn du ihn also in einer Situation erwischt für die er sich schämt, fängt er an zu Gähnen.

 

Hunde die bellen, beißen

Das stimmt nicht immer. Die Anzeichen wie Bellen oder Knurren können von der Aufforderung zum Spielen bis zur Warnung alles anzeigen. Du solltest deshalb immer auch noch auf andere Anzeichen achten und nicht nur auf eins. Dadurch kann man getäuscht werden.

 

Trockene Nase, Kratzen und Energielosigkeit

Wenn Dein Hund sich sehr oft an den Augen, Nase oder Hinterteil Kratzt solltest du das sehr ernst nehmen. Vor allem wen er sich nicht mal mit seinem Lieblingsleckerli von dem Sofa runter locken lässt. Er will dir hier mit seiner Hundesprache mitteilen, dass etwas nicht stimmt und er sich nicht wohl fühlt.

 

Wo kann ich die Hundesprache erlernen?

Um die Körpersprache deines Hundes zu erlernen, kannst du dich an Halter und Hundeschulen wenden. Es gibt auch spezielle Seminare. Es wird außerdem empfohlen, dass du deinen Hund beim Spielen mit anderen Hunden Filmst. Du kannst dir die Videos dann später zu Hause angucken und genau analysieren wie dein Hund sich verhält. So kannst du in Ruhe sehen welche Verhaltenstechniken dein Hund benutzt.

 

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