Schäferhund, Labrador oder Yorkshire Terrier kennt fast jeder. Doch in den letzten Jahren kommen immer neue sogenannte „Hybridrassen“ auf den Markt. Diese Rassen entstehen durch die gezielte Verpaarung von zwei Hunden unterschiedlicher Rassen, später werden die neuen Rassen auch untereinander gekreuzt. Dabei ist teilweise nicht genau kalkulierbar, nach welche Ursprungsrasse der Charakter und das Aussehen schlägt. Besonders in den USA sind die neuen Hunderassen jedoch dennoch sehr beliebt und es entstehen immer wieder neue Hunderassen, die meist auch lustige Namen tragen. Besonders gerne wird der Pudel verpaart, da er als intelligent und sehr sozial gilt. Von den offiziellen Hundevereinen wie dem FCI oder dem deutschen VDH sind die Designerrassen nicht anerkannt. Viele Züchterseiten versprechen wahre Traumhunde, die stets freundlich, leicht erziehbar, kinderlieb, nicht haarend und für Allergiker geeignet sind. So ganz stimmt das natürlich nicht, denn nur weil zwei beliebte Rassen gekreuzt wurden, kann ein Hund trotzdem schwierige Charakterzüge entwickeln und benötigt eine gewisse Grunderziehung, um ihn zu einem guten Begleiter zu machen.

Hinterfragen Sie besonders teure Preise von „Züchtern“ dieser Rassen genau. Denn häufig sind die sogenannten Designerwelpen eigentlich nur normale Mischlinge, denen man einen interessanten Namen gegeben hat.

Hier wollen wir einige dieser Hybridrassen vorstellen:

Labradoodle

Ein erwachsener Labradoodle

Ein erwachsener Labradoodle / ©123RF Mikkel Bigandt

Den Labradoodle gibt es in drei verschiedenen Größen

klein 32 – 40 cm, Gewicht 12 – 15 kg

mittel 40 – 48 cm, Gewicht 15 – 24 kg

groß 32 – 40 cm, Gewicht, 25 – 40 kg

Dies ist die wohl bekannteste neu entstandene Hunderasse der letzten Jahre. Ihren Ursprung hat sie in den USA, mittlerweile ist sie aber auch in Europa und Deutschland beliebt. Der Name lässt schon vermuten, dass der Labradoodle aus Labrador und Pudel entsteht. Es gibt ihn in drei verschiedenen Größen, je nachdem, welche Größe der beteiligte Pudel hatte. Zuchtziel war ursprünglich, den sanftmütigen Labrador mit dem allergikerfreundlichen Lockenfell des Pudels zu vereinen. Das ein Labradoodle wirklich für jeden Allergiker geeignet ist, kann jedoch leider nicht garantiert werden. Der Labradoodle sollte das gelockte Fell des Pudels haben, es gibt aber auch lang- oder stockhaarige Exemplare. Alle Fellfarben von hellblond bis dunkelbraun sind möglich. Sein Wesen ist sanftmütig und freundlich, daher eignet er sich auch gut als Behindertenbegleithund oder Therapiehund. Trotzdem können ihn ihm auch noch der Jagdtrieb und die Bewegungsfreudigkeit des Labradors schlummern, er sollte also zu aktiven Menschen kommen, die viel mit ihm spazieren gehen und ihn auch geistig auslasten.

Eine erweiterte Variante des Labradoodles ist der Australian Labradoodle. Hier wurden außer Pudel und Labrador auch noch der Irish Water Spaniel, der American Cocker Spaniel, English Cocker Spaniel und der Soft Coated Wheaten Terrier eingekreuzt. Der Australian Labradoodle soll noch allergikerfreundlich sein als der Labradoodle.

Golden Doodle

Den Golden Doodle gibt es in zwei verschiedenen Größen:

klein 32 – 42 cm, Gewicht 15 – 24 kg

groß 55 – 65 cm, Gewicht 30 – 45 kg

Erwachsener Golden Doodle / &code; 123RF oneinamillion

Erwachsener Golden Doodle / © 123RF oneinamillion

Der Golden Doodle entstammt der Verpaarung von Golden Retriever und Königspudel oder Toypudel. Sein Ursprung soll Mitte der 90er Jahre auf Hawaii liegen, als der Blindenhundverband nach einer Möglichkeit suchte, wie auch blinde Hundeallergiker einen Hund halten könnten. Man kreuzte daraufhin einen Golden Retriever (diese Rasse wird schon länger als Blindenhunde eingesetzt) mit einem Pudel, der für sein hypoallergenes Fell bekannt ist. Das Resultat war überzeugend und so wurde die Zucht fortgeführt. Golden Doodles sind in Europa und Deutschland noch sehr selten, in den USA und Kanada dagegen sind sie schon weit verbreitet. Golden Doodle sollen treu, freundlich und gutmütig sein. Andererseits steckt in ihnen auch jede Menge Power. Sie brauchen viel Bewegung und Anregung. Es gibt die Golden Doodle in zwei Größen, je nachdem ob ein Königspudel oder Toypudel eingekreuzt wurde. Den Golden Doodle gibt es in allen Farben von hellblond über braun und rötlich bis hin zu schwarz.

Puggle

Größe: 30 – 40 cm hoch, Gewicht 7 bis 14 kg schwer

Puggle Welpe / © 123RF John Kropewnicki

Puggle Welpe / © 123RF John Kropewnicki

Der Puggle ist eine Mischung aus den Hunderassen Mops und Beagle. Ziel der Zucht war es, das offene, verspielte und menschenfreundliche Wesen des Beagle mit der Ruhe und Ausgeglichenheit des Mops zu kombinieren. Der Puggle sollte eigentlich keinen Jagdtrieb mehr haben. In wie weit das tatsächlich immer gelingt, ist fraglich, da der Jagdtrieb des Beagles doch sehr ausgeprägt ist. Wer sich einen Puggle anschafft, sollte also doch mit einem gewissen Jagdtrieb rechnen. Sie können verschiedene Beigetöne aufweisen, mit einem dunkleren Gesicht. Die Nase sollte deutlich länger sein als beim Mops und somit sollten Atemprobleme kein Thema sein. Vom Wesen her sollten sie freundlich, offen, verspielt und gelehrig sein. Aktive Familien werden mit einem Puggle sicher glücklich werden.

Schnoodle

Den Schnoodel gibt es in vier Größen:

Toy Schnoodel: 25 bis 30 cm hoch, 2 kg bis 4,5

Mini Schnoodel: 29 bis 35 cm hoch, 4,5 bis 6,5 kg

Standard Schnoodel: 36 bis 45 cm hoch, 8 bis 12 kg

Giant Schnoodel: 50 bis 60 cm hoch, 25 bis 40 kg

Schnoodle / &copy 123RF Steven Biegler

Schnoodle / &copy 123RF Steven Biegler

Ja, so heißt diese Mischung aus Schnauzer und Pudel tatsächlich. Andere Namen sind Mini-Doodle oder Schnaupoo. Wie fast alle Hybridrassen liegen die Ursprünge der Rasse in den USA. Wieder wurde der Pudel als eines der Ursprungstiere verwendet, da man seine Intelligenz und sein freundliches Wesen weitervererben wollte. Der Schnauzer ist dafür bekannt, wenig zu haaren, was natürlich für Hundeallergiker und Sauberkeitsliebhaber ein großer Vorteil ist. Dazu ist er robust und wachsam. Da es sowohl den Pudel als auch den Schnauzer in verschiedenen Größen gibt, gibt es auch den Schnoodel in vier unterschiedlichen Größen. Dabei werden jeweils ein Pudel und ein Schnauzer gleicher Größe verpaart. Das Fell des Schnoodels ist mittellang, gekräuselt und weich. Es kann jedoch auch glatter und struppiger ausfallen. Als Fellfarben gibt es grau, weiß, schwarz, braun, apricot oder gescheckt. Schnoodel sind gelehrig, verspielt, bewegungsfreudig, freundlich und anhänglich. Sie sind gut für Familien geeignet, binden sich jedoch gerne an eine Person ganz besonders.

Maltipoo

Größe 28 bis 35 cm groß, Gewicht 3 bis 5 kg

Maltipoo / © 123 RF / Robert Hainer

Maltipoo / © 123 RF / Robert Hainer

Der Maltipoo ist eine Mischung aus den Hunderassen Malteser und Zwergpudel. Daraus entsteht ein niedlicher kleiner Hund. Die Zucht des Maltipoos begann bereits in den 1980er Jahren in den USA. Zuchtziel war es, das liebe, menschenbezogene Wesen des Maltesers mit der Gelehrigkeit und Robustheit des Pudels zu kombinieren. Da beide Rassen allergikerfreundlich sind, ist auch der Maltipoo gut für Allergiker geeignet. Er haart kaum und entwickelt auch nicht viel Eigengeruch. Das Fell des Maltipoos ist gekräuselt und mehr oder weniger lang. Es kann natürlich auch geschoren werden und ist somit pflegeleichter. Den Maltipoo gibt es in den Farben weiß, schwarz, grau, apricot, braun oder gescheckt. Der Charakter dieser kleinen Designerhunde ist gelehrig, verspielt, menschen- und hundefreundlich und leicht erziehbar. Jagdtrieb, Aggression oder Kläffen sollte nicht auftreten. Aufgrund ihrer Größe können sie sehr gut auch in einer kleineren Wohnung gehalten werden. Sie fühlen sich sowohl bei Alleinstehenden wie auch bei Familien mit Kindern sehr wohl.

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