So vermeidest Du Zecken bei Hunden

Lesedauer: 3 Minuten Aufrufe 62

Zecken bei Hunden vermeiden 

Zeckenbisse können für Hunde, aber auch für den Menschen schlimme Folgen haben. In Deutschland sind es vor allem die braune Hundezecke, der gemeine Holzbock und die Auwaldzecke, die vom Frühjahr bis zum Herbst vornehmlich in hohem Gras warten und ihre „Opfer“ befallen können. Zecken finden sich auf dem Land in Wiesen, am Waldrand, an Flüssen und Seen, aber auch in der Stadt in Parks und Gebüschen.  

Sie übertragen Krankheiten wie die Viren Borreliose, Ehrlichiose, Anaplasmose, FSME oder Babesiose. Der Zeckenschutz ist daher für die geliebten Vierbeiner essentiell. Hundebesitzer sollten auch nicht erst bis zur ersten Frühjahrswärme abwarten, um mit dem Zeckenschutz zu beginnen. Bereits ab etwa 7 Grad Celsius muss mit Zeckenbissen gerechnet werden. Zecken können somit auch in lauen Wintertagen gefährlich werden.  

Wie kann der Hund vor Zeckenbissen geschützt werden? 

Für eine effektive Zeckenvorsorge bedarf es drei wichtiger Maßnahmen

  1. Impfung gegen Borreliose und FSME 
  2. Konsequenter und regelmäßiger Einsatz von Zeckenschutzmittel 
  3. Tägliches Entfernen von Zecken beim Hund 

Leider gibt es nur gegen die wenigsten über Zecken übertragenen Krankheiten Impfungen. Es gibt auch leider keine spezielle Hundenahrung, die gegen Zeckenbefall hilft. Doch hilft eine gesunde und vielseitige Ernährung dem Hund, eher mit den Krankheitskeimen zurecht zu kommen. Impfungen können gegen Borreliose oder FMSE vorgenommen werden. FSME kommt bei Hunden jedoch sehr selten vor.

Bei den Zeckenschutzmitteln haben sich Medikamente bewährt, die einmal monatlich eingenommen werden und zum Beispiel als Kautabletten verfügbar sind. Zusätzlich können sogenannte Spot-Ons, Zeckenhalsbänder oder auch Sprays mit ätherischen Ölen eingesetzt werden.  

Bei der Dosierung und Anwendung gilt es unbedingt, die Instruktionen des Herstellers zu beachten, um Überdosierungen oder umgekehrt einen zu schwachen Zeckenschutz zu vermeiden. Leider ist es nicht so, dass damit alle Zecken abgewehrt werden können. Daher sollten Hundehalter nach einem Spaziergang das Fell des Hundes gründlich absuchen. Vor allem der Nacken, die Ohren, aber auch der Bauch und die Leistengegend werden mit Vorliebe von den Zecken aufgesucht.  

Am besten ist es, den Hund zunächst mit einer geeigneten Bürste aus dem Tierfachhandel durchzubürsten und mit einem weißen Handtuch zu frottieren.  Wenn anschließend Zecken entdeckt werden, die sich bereits festgebissen haben, sollten diese gleich mit speziellen Zeckenzangen oder -Schlingen entfernt werden.  

Mit sogenannten Zeckenhaken können die Parasiten weitgehend schmerzlos aus den Ohren oder anderen empfindlichen Stellen entfernt werden. Herkömmliche Pinzetten können ebenfalls hilfreich sein, insbesondere wenn man unterwegs ist und kein Zeckenbesteck zur Hand hat. Wichtig ist auch, dass sich Hundebesitzer nach dem Zeckenentfernen gründlich die Hände waschen. 

Was sind typische Krankheitssymptome und was ist zu tun? 

Erste Typische Symptome nach Zeckenbissen mit anschließender Infektion sind zum Beispiel Abgeschlagenheit, Fieber, Schwellungen der Lymphknoten, Appetitlosigkeit oder Erbrechen. In diesen Fällen sollten Hundebesitzer nicht lange warten, sondern gleich den Tierarzt aufsuchen. Spätere Symptome können Gewichtsverlust, sehr gelber bis blutiger Urin, schmerzende Gliedmaßen, ausgesprochene Bewegungsstörungen und Lähmungserscheinungen, Blutungen und Ödeme sein. Bei Auftreten solcher schwerwiegenden Symptome ist der Weg zum Tierarzt unvermeidlich und so schnell wie möglich zu erledigen. 

Maren Kappel

Expertin für Hunde & Katzen

Maren trifft man immer nur im Vierer-Pack an: Mit ihrem süßen Mini-Leoparden "Sahara" und ihren zwei verspielten Hunden "Mars" und "Jupiter" joggt Maren gerne durch die Stadtwälder Freiburgs. Hier kann die leidenschaftliche Tiernärrin prima den Kopf freibekommen und Ideen für neue Blog-Artikel sammeln.

Seit zehn Jahren schreibt Maren schon über das Leben mit Hunden und Katzen. Auf die Idee, zu bloggen, kam sie durch ihren Freundeskreis. Dort ist sie nämlich als Tierexpertin oder auch "Miezen-Maren" bekannt.

Gib jetzt deine Bewertung ab:
Bewertung:
Bewertungen: 1 Ihre Bewertung: {{rating}}

Ähnliche Artikel

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.