Kreuzbandriss beim Hund – Informatives über Kosten, Nachsorge und vorbeugende Maßnahmen

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Ein Kreuzbandriss bei Hunden ist keine Seltenheit. Im Gegenteil: Es handelt sich um einer der häufigsten orthopädischen Verletzungen. Da die gerissene Sehne nicht von allein zusammenwachsen kann, ist eine Operation erforderlich. Die Kosten hierfür sind nicht zu unterschätzen.

Dieser Beitrag fasst zusammen, mit welchen Beträgen Hundehalter rechnen müssen, welche Behandlungsmöglichkeiten gängig sind und worauf es bei der Nachsorge ankommt. Außerdem Tipps zum Vorbeugen.

Kosten einer Kreuzbandriss-Operation

Ein Kreuzbandriss ist eine ernstzunehmende Einschränkung der Gesundheit. Da sich die beiden Kreuzbänder (vorderes und hinteres) im Kniegelenk kreuzen und maßgeblich zur Stabilisierung des Gelenks bei Bewegung beitragen, lassen Folgeschäden bei einem unbehandelten Kreuzbandriss nicht lang auf sich warten. Es bildet sich Arthrose, eine dauerhafte Lahmheit ist denkbar.

Auch Meniskusschäden oder gar der Riss eines Kreuzbands im anderen, eigentlich gesunden Bein, sind möglich. Mit Hilfe einer frühzeitigen operativen Stabilisierung des Kniegelenks kann unnötigen Folgen vorgebeugt werden. 

Je nach gewählter Methode für den chirurgischen Eingriff, ist mit mindestens 600 bis 800 Euro zu rechnen. Aufwändigere Varianten der Kreuzbandrissoperation schlagen allerdings mit Minimum 1.600 Euro zu Buche. Teilweise verschlingt allein die Operation über 2.000 Euro.

Da während der Nachsorge häufig mehrere Arztbesuche nötig sind, um den Heilungsprozess zu kontrollieren, bleibt es nicht bei den genannten Beträgen. Hinzu kommen unverzichtbare Medikamente und die Ausgaben für eine gesundheitsfördernde Physiotherapie

Tipp: Wer derartige Summen nicht ohne Weiteres aufbringen kann oder sich allgemein vor unvorhergesehenen Unkosten schützen möchte, ist mit einer Hunde-OP-Versicherung gut beraten. In diesem Bereich gibt es verlässliche Versicherer, die bei medizinisch notwendigen Eingriffen ohne Diskussion dafür aufkommen.

Der monatliche Versicherungsbeitrag liegt je nach Leistungsumfang etwa zwischen 10 und 45 Euro. Umso jünger das Tier bei Vertragsabschluss, desto günstiger meist der Versicherungsschutz. Unter hundeopversicherung.net wird aufgeklärt, was bei einer OP-Versicherung für Hunde wichtig ist und stellt die derzeit bekanntesten Policen anhand ihres Leistungsspektrums gegenüber.

Unter anderem wird über Themen wie Wartezeit, rassebedingte Ausschlüsse und die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) aufgeklärt.

Die drei bekanntesten Operationsmethoden im Überblick:

Operationsmethode Hunde

TPLO

Die Tibial Plateau Leveling Osteotomy, kurz TPLO, ist die teuerste Kreuzbandriss-Operation, aber auch besonders vielversprechend. Sie kann bei jeder Hundegröße zum Einsatz kommen. Hierbei wird das Schienbein durchtrennt und durch Implantate (patentierte Platten) der Winkel des Kniegelenks verändert, um dessen Verschiebekraft zu neutralisieren.

Es kommt zu einer Veränderung der Biomechanik des Knies. Das Operationsverfahren wird bereits seit 1998 in der Tierchirurgie angewandt. Ein Modell sowie Röntgenbilder, die im Rahmen einer TPLO gemacht wurden, hat Dr. Axel Reczko auf der Internetpräsenz seines Fachtierarzt-Zentrums in Berlin Königs Wusterhausen tierklinik-berlin.de veröffentlicht. Anhand der Aufnahmen lässt sich die Behandlungsmethode nachvollziehen. 

TTA

Bei der Tibial Tuberosity Advancement (TTA) stimmt das Operationsziel mit der TPLO-Methode überein. Hinsichtlich der Kosten liegt dieser Eingriff im Mittelfeld. Die Methode ist moderner als die TPLO und wird von einigen Tierärzten aufgrund eines geringeren Komplikationsrisikos bevorzugt.

Extrakapsuläre Techniken

Bei der extrakapsulären Stabilisierung ist die Zeitspanne der Heilung am kürzesten und der Eingriff im Vergleich zu TTA und TPLO deutlich günstiger. Tierärzte nutzen diese Methode gern bei kleineren und leichteren Hunden.

Anders als bei TPLO und TTA wird hier kein Knochen zersägt. Auch Schrauben und Platten sind nicht erforderlich. Stattdessen wird in der Regel ein Kunstband fixiert, um das Knie zu stabilisieren.

Nachsorge beim Kreuzbandriss: Schonen ist ein Muss

Nachsorge Kreuzbandriss

 Nach einer Kreuzbandrissoperation müssen Hunde Antibiotika einnehmen, um eine Wundinfektion zu verhindern. Auch Schmerzmittel werden verabreicht, um dem Tier die Heilungsphase so angenehm wie möglich zu machen und diese zu fördern. Elementar für den langfristigen Erfolg eines chirurgischen Eingriffs ist allerdings die Konsequenz der Hundehalter.

Sie müssen dafür sorgen, dass die Wunde trocken bleibt und nicht durch Schlecken des Hundes mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. Bei Bedarf ist eine Halskrause anzulegen. Zudem sind sie dafür verantwortlich, dass sich das Tier in den Wochen nach der Operation nur stark eingeschränkt bewegt. 

Je nach Behandlungsmethode empfehlen Tierärzte für bis zu acht Wochen absoluten Leinenzwang. Rennen und Toben ist tabu. In den ersten Wochen genügen Spaziergänge von wenigen Minuten im Schritttempo. Auch darf das Tier keinesfalls springen. „Vermeiden Sie ihn in ein Auto rein- oder rausspringen zu lassen.

Hier hilft bei großen Hunden eine Einstiegsrampe“, rät das Gesundheitszentrum für Kleintiere Dr. Schneider unter tierarzt-dr-schneider-hamburg-volksdorf.de. Schonende physiotherapeutische Maßnahmen sind ratsam.

Vorbeugende Maßnahmen

Um das Risiko für einen Kreuzbandriss zu senken, muss Übergewicht vermieden werden. Ein ausgewogenes Maß an Bewegung ist wichtig. Ballspiele sollten nicht auf Untergründen gespielt werden, die womöglich von Löchern geprägt sind. Tritt das Tier versehentlich hinein, kann das die Kreuzbänder überbelasten.

Eine gesunde Ernährung trägt zur Stärkung von Sehnen, Knorpel und Knochen bei. Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Gelenkgesundheit sind eine Option zum Vorbeugen.

Die Gabe von Ergänzungen ist aber mit einem Tierarzt oder Tierernährungsberater abzusprechen, um eine Überversorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen zu vermeiden.

Maren Kappel

Expertin für Hunde & Katzen

Maren trifft man immer nur im Vierer-Pack an: Mit ihrem süßen Mini-Leoparden "Sahara" und ihren zwei verspielten Hunden "Mars" und "Jupiter" joggt Maren gerne durch die Stadtwälder Freiburgs. Hier kann die leidenschaftliche Tiernärrin prima den Kopf freibekommen und Ideen für neue Blog-Artikel sammeln.

Seit zehn Jahren schreibt Maren schon über das Leben mit Hunden und Katzen. Auf die Idee, zu bloggen, kam sie durch ihren Freundeskreis. Dort ist sie nämlich als Tierexpertin oder auch "Miezen-Maren" bekannt.

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