Hellroter Ara - Anschaffung

Wer sich für einen Ara entscheidet, trifft häufig eine Entscheidung für´s Leben. Immerhin kann so bunter Vogel 60 bis 80 Jahre alt werden. Sie sollten sich daher sehr gut überlegen, ob Sie tatsächlich so lange Zeit für ein Tier sorgen können und wollen und ob sie sich wirklich ein Jungtier anschaffen möchten.

Zudem ist die Haltung von Roten Aras relativ problematisch. Sie benötigen sehr viel Platz (siehe Käfigeinrichtung), sollten immer mindestens zu zweit gehalten werden und veranstalten auch jede Menge Krach. In normalen Mehrfamilienhäusern ist somit die Haltung so gut wie ausgeschlossen und auch in einem Einfamilienhaus muss man tolerante Nachbarn haben. Nicht vergessen sollte man zudem, dass Papageien beim Freiflug gerne alles mögliche anknabbern. Türstöcke, Möbel, Fußleisten usw. sind häufige Opfer. Dies kann in Mietwohnungen bzw. - häusern auch schnell zum Problem werden.

Wer all dies durchdacht hat, hat mehrere Möglichkeiten an einen Hellroten Ara zu kommen.

 

Gerne werden Rote Aras in größeren Zoogeschäften angeboten, da sie ein herrlicher und verlockender Blickfang für die Kunden sind. Die Beratung hier ist allerdings häufig nur oberflächlich.

Ausführlichere Beratung erhalten Sie meist bei Züchtern. Adressen finden Sie im Internet oder in Fachzeitschriften.

Sowohl im Zoohandel als auch beim Züchter sollten die Aras unter folgenden Bedingungen leben und folgende Merkmale aufweisen:

- Die Aras sollten nicht in einem engen Käfig zusammengepfercht sein

- Die Volieren sollten einen sauberen und gepflegten Eindruck machen

- Futter und Wasser sollten frisch aussehen

- Die Aras selbst sollten klare Augen haben und einen lebhaften, neugierigen Eindruck machen

- Ihre Fragen sollten geduldig beantwortet werden und auch auf negative Seiten in der Ara-Haltung aufmerksam gemacht werden.

Eine weitere Möglichkeit ist der Tierschutz. Leider werden immer wieder Vögel aus schlechter Haltung vom Tierschutzverein aufgenommen oder auch Aras abgegeben. Allerdings weisen diese Tiere anfangs häufig Verhaltensstörungen oder Krankheiten aufgrund der nicht artgerechten Haltung auf. Daher gehören sie eigentlich eher in erfahrene Hände. Ein Besuch im örtlichen Tierheim oder ein Anruf bei Ihrem Tierschutzverein schadet jedoch trotzdem nicht.

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