Gewöhnung an Halsband und Leine

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Um mit ihrem Welpen Gassi gehen zu können, müssen Sie ihn erst einmal an Leine und Halsband gewöhnen. Wie reibungslos das abläuft, kommt natürlich wieder auf den Hund an.
Legen Sie ihm Beides erst einmal in Ruhe in der Wohnung an. Sprechen Sie währenddessen mit ihm und geben ihm Leckerlis. So verknüpft er damit etwas Gutes. Lassen Sie ihn ruhig mit der losen Leine hinter sich herziehend durch die Wohnung laufen.
Draußen gestaltet sich das alles schon wieder etwas schwieriger. Es gibt soviel zu erschnüffeln und zu gucken. Die meisten Welpen ziehen erstmal an der Leine. Nehmen Sie sich einen Haufen Leckerlis mit und geben dem Hund immer dann eines, wenn die Leine locker durchhängt. Es kann eine Weile dauern, aber der Hund wird sich bald daran gewöhnen.
Das ist wichtig, denn an befahrenen Straßen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln hat ein freilaufender Hund nichts zu suchen.
Zieht Ihr Hund dauerhaft an der Leine und stranguliert sich fast mit seinem Halsband, sollten Sie es einmal mit einem Hundegeschirr versuchen. Der Hund bremst sich darin selbst aus, da das Geschirr auch über seiner Brust liegt. Außerdem wird die empfindliche Halswirbelsäule nicht mehr so stark belastet, da die Leine in Höhe der Schulterblätter befestigt wird. Bei extremen Leinenziehern ist häufig das Halti die sinnvollste Lösung.
Ein etwas anstrengender, aber wirkungsvoller Tipp gegen Leineziehen: Der Hund zieht, um möglichst schnell an sein Ziel zu kommen. Zeigen Sie ihm, dass er so aber nicht voran kommt. Jedesmal, wenn er zieht, bleiben Sie stehen und gehen erst weiter, wenn die Leine locker ist. Geht der Hund neben ihnen, bekommt er eine Belohnung. Sie können auch desöfteren einfach abrupt die Richtung wechseln. So gewöhnt sich der Hund daran, dass er auf Ihre Bewegung achten muss.
Auch wenn Ihr Hund gut an der Leine geht: Es ist ganz wichtig, dem Hund täglich Freilauf und Spiel mit anderen Hunden zu gewähren. Das dann natürlich in einem sicheren Gebiet, etwa einem Park oder auf dem freien Feld. Haben Sie keine Angst, wenn andere Hunde kommen. Ihr Welpe muss lernen, sich mit Artgenossen auseinanderzusetzen, er muss erfahren, was er sich erlauben kann und was nicht.
Welpen haben übrigens noch einen natürlichen Folgetrieb. Sie laufen Ihrem neuen Besitzer hinterher wie ihrer Mutter und sind darauf bedacht, nicht den Anschluss zu verlieren. Nützen Sie diese Zeit. Denn wenn ein Welpe nicht lernt, unangeleint seinem Besitzer zu folgen, wird es sehr schwierig, das einem erwachsenen Hund beizubringen. Und ein Leben lang nur angeleint herumlaufen zu können, ist für Hund und Besitzer sehr einschränkend.
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