Konsequenz - Das A und O der Hundeerziehung

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Wenn der vierbeinige Mitbewohner einem das Steak vom Teller klaut, sagt man vielleicht noch: "Na gut". Wenn er laufend den Postboten anbellt... damit kann man leben. Aber der Spaß hört auf, wenn er ständig auf der Fernbedienung des brandneuen Flachbildfernsehers rumkauen will. Da kenne ich keine Freunde mehr. "Warum bloß, hört der Köter nicht auf mich?"
Sie kennen solche Situation? Die Antwort ist ganz einfacht. Sie können sich nicht verständlich ausdrücken.
Lernen, sich mitzuteilen
Wenn Ihr Hund Probleme macht, weil er nicht hört, dann müssen in den allermeisten Fällen wir Menschen uns den Schuh anziehen. Denn wir haben uns dem Hund gegenüber nicht klar genug ausgedrückt.
Die erfolgreiche Erziehung eines Hundes ist nichts, das man an ein/zwei Wochenenden in der Hundeschule macht. Hundeerziehung will gelernt sein.
Wenn wir unseren Kindern etwa beibringen, dass sie bei Rot nicht über die Strasse gehen dürfen, dann bedienen wir uns üblicherweise der Sprache. Das Kind weiß was rot ist, es weiss was die Strasse ist und - ganz wichtig - es versteht die Konsequenzen, wenn man bei Rot nicht stehen bleibt.
Wenn Sie einem Hund sagen, dass er bei Rot stehen bleiben muss, weil er sonst überfahren wird, dann freut er sich nur und möchte noch ein Leckerli. Sie kommen mit der Sprache nicht weiter. Und genau das ist schwierig. Wir Menschen sind so auf unsere Sprache fixiert, dass andere Wege uns auszudrücken als kompliziert und sinnlos empfunden werden. Aber eben das ist der eizige Weg, wie Sie mit Ihrem Hund kommunizieren können.
Wenn Sie dem Hunde etwas beibringen, dann sagen Sie ein Kommando und führen zusätzlich eine Bewegung aus. Das gesprochene Wort ist für den Hund völlig bedeutungslos. Höchstens aus der Stimmlage und vehemenz kann er etwas ableiten. Wichtiger für den Hund ist die Bewegung, die Sie gleichzeitig ausgeführt haben.
Schlechtes Gewissen ist Menschensache
Wenn Ihr Hund mal wieder etwas ausgefressen hat (im wahrsten Sinne des Wortes), dann platzt Ihnen eventuell auch mal der Kragen. Zwar sind unmotivierte Wutausbrüche kein Allheilmittel, aber oft sind eben diese Signale an den Hund die für ihn am verständlichsten.
Wenn er dann mit eingekniffenem Schwanz in seine stille Ecke watschelt, dann lassen Sie nicht von Ihrem schlechten Gewissen verführen. Der Hund hat gemerkt, dass seine Aktion eine negative Reaktion bei Ihnen hervorruft. Das sollten Sie nicht zerstören, in dem Sie ihn gleich knuddeln... auch wenn er Ihnen leid tut.
Lassen Sie 10 Minuten verstreichen und rufen Sie ihn dann zu sich, dass er merkt, dass er trotzdem ein geschätztes Mitglied der Familie ist.
Kurz und bündig
Wenn Sie sich an folgende Grundsätze halten, dann haben Sie schon die halbe Miete.
- Seien Sie konsequent. Wenn der Hund sein Futter nur vom Boden haben darf, dann muss das immer so sein. Wie sollte er sonst unterscheiden, wann er sich was vom Tisch holen darf und wann nicht.
- Lassen Sie sich nicht vom Mitleid überrumpeln. Klare unmissverständliche Rüffel versteht der Hund viel besser, als endloses rumgeeier. Mit Wankelmütigkeit überfordern Sie den Hund.
- Gehen Sie dennoch liebevoll mit Ihrem Hund um. Wenn er weiß, dass er zur Familie gehört, dann wird er auch ankommen, wenn Sie mit ihm schimpfen.
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