Anschaffung eines Hundes

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Steht die Entscheidung fest, dass ein Hund einziehen soll, stellt sich noch die Frage nach der Herkunft. Generell gibt es drei Wege, "auf den Hund" zu kommen:
- vom Züchter
- vom Tierschutz
- privat
Eines vorweg: Keine dieser Bezugsquellen kann Ihnen garantieren, wie sich ein Hund entwickelt. Egal ob dieser noch ganz jung ist oder bereits ein paar Jahre Lebenserfahrung auf dem Buckel hat.
Vom Züchter
Der Züchter ist immer dann eine gute Anlaufstelle, wenn man mit einem Welpen einer bestimmten Rasse liebäugelt. Seriöse Züchter sind auch gerne bereit, Ihnen vorab Auskunft über die von ihnen gezüchtete Rasse zu geben und gegebenenfalls abzuraten. Züchter und aktuelle Wurflisten finden Sie auf der Webseite des VDH. Der Vorteil von Hunden mit Stammbaum ist, dass stets nur gesunde Tiere verpaart werden und somit das Risiko von Erbkrankheiten verringert wird. Krank werden kann jedoch natürlich auch ein Welpe von preisgekrönten Eltern.
Rassehunde vom Züchter haben auch Ihren Preis. Ab ca. € 600,- geht es los. Die Preise schwanken stark bei verschiedenen Rassen und Züchtern. Trotzdem verdienen sich die wenigsten Züchter eine goldene Nase. Die seriöse und liebevolle Aufzucht ist zeit- und geldaufwendig. Sie müssen also nicht das Gefühl haben, mit Ihrem Geld das neue Auto des Züchters zu finanzieren, sondern können es als Investition in ihren zukünftigen Vierbeiner sehen.
Bitte lassen Sie Sich nicht auf so genannte "Schnäppchenpreise" ein. Der Markt wird derzeit von Hundehändlern aus Osteuropa überschwemmt, die damit werben, jede Rasse zu einem Niedrigstpreis zu besorgen. Die Welpen werden meist viel zu früh der Mutter entrissen, in LKW´s durch die Lande gekarrt und schließlich ohne Impfung oder ärztliche Untersuchung an die zukünftigen Herrchen gegeben.
Ein Tipp: Einen seriösen Züchter können Sie u. a. so erkennen:
- Der Züchter züchtet nur eine einzige Hunderasse.
- Sie können die Mutter der Kleinen sehen.
- Die kleinen Hunde dürfen sich frei bewegen, lernen also den ganz normalen Alltag kennen, z. B. Wohnung, Garten, andere Tiere, fremde Menschen usw.
- Die Welpen werden nicht vor der 8. Woche und dann nur mit Impfung abgegeben
- Der Züchter erkundigt sich nach Ihren Lebensverhältnissen
- Der Züchter weist auch auf die schwierigen Seiten seiner Rasse hin
Vom Tierschutz
Abgesehen von den bekannten Tierheimen, gibt es auch viele private Tierschützer, die heimatlose Tiere aufnehmen und vermitteln. Zudem gibt es immer mehr Organisationen, die Hunde aus dem Ausland nach Deutschland bringen. Jedem Hund aus dem Tierschutz ist es zu wünschen, dass er ein neues Zuhause bekommt. Allerdings sollte man nicht nur aus Mitleid einen Hund zu sich nehmen. Ältere Hunde haben bereits - leider oft schlechte - Erfahrungen gemacht, die sich in ihrem Verhalten zeigen. Viele dieser "Macken" lassen sich durch eine liebevolle Erziehung mildern oder beseitigen. Trotzdem sollten Sie sich vorher eingehend darüber informieren lassen, welche Bedürfnisse der Hund hat und ob sie diesen gerecht werden können. Das Schlimmste für einen Tierheimhund ist es, ein neues Zuhause zu finden und nach ein paar Wochen doch wieder im Tierheim zu landen. Bei Organisationen, die Hunde aus dem Ausland holen, sollten Sie sich versichern, dass die Tiere durchgeimpft und ärztlich untersucht sind. Auf unserer Tierschutzseite finden Sie Links zu Vereinen, die wir für verantwortungsbewusst halten.
Trotz mancher Anfangsschwierigkeiten sind viele "gebrauchte" Vierbeiner ganz wunderbare Begleiter und treue Gefährten für ihre jetzigen Besitzer. Und für manch einen ist ein älterer, ruhigerer Hund besser geeignet als ein wuseliger Welpe. Soll es ein Hund einer bestimmten Rasse sein, lohnt sich auch hier der Blick ins Tierheim. Gerade große Rassehunde warten dort auf einen neuen Besitzer.
Übrigens: Allein weil Ihnen ein Hund vom Züchter zu teuer ist, sollten Sie keinen Tierschutzhund aufnehmen. Es ist üblich, im Tierschutz eine so genannte "Schutzgebühr" zu verlangen, die sicherstellen soll, dass die Hunde nicht unüberlegt oder zu zwielichtigen Zwecken genommen werden. Eine Nachkontrolle des neuen Zuhauses ist im übrigen auch normal und dient dem Schutz des Hundes.
Von Privatleuten
Hiermit sind Hunde gemeint, die Sie von Privatleuten bekommen können. Also deren Hündin z.B. Welpen bekommen hat, die aber ansonsten keine Züchter sind. Die hieraus entstandenen Welpen sind häufig ungeplant und daher Mischlinge. Bitte informieren Sie sich vorher, welche Rassen in den Kleinen stecken und ob diese zu Ihnen passen. Auch hier sollten Sie darauf achten, dass die Welpen erst ab der 8. Wochen von der Mutter getrennt werden, Sie normalen Alltag kennen gelernt haben und bereits geimpft sind.
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